Sonntag, 29. Oktober 2023

Judentum

Versuche zur Entkrampfung
Mein Bezug zum Judentum


 Seit dem Anschlag auf die Synagoge in Halle ist das Thema Antisemitismus nicht mehr wirklich aus den Nachrichten verschwunden, und in Sicherheitskreisen fragt man sich permanent, wie jüdische Einrichtungen bei uns noch wirksamer geschützt werden könnten. In allen Medien bohrt man aber auch tiefer nach, was denn die Ursachen für die zunehmende Judenfeindlichkeit bei uns sein könnten und wie man sie effektiv bekämpfen könnte. Als dann im Frühjahr 2021 im Nahen Osten die militärischen Kämpfe zwischen der Hamas und ihren Anhängern auf der einen Seite und den israelischen Sicherheitskräften auf der anderen wieder bedrohlich eskalierten, tat sich auch der Riss wieder auf, der an diesem Konflikt die Gesellschaft in Deutschland und Europa spaltet. Geschürter, blinder Hass gegen Juden entlud sich ebenso sichtbar, wie andererseits israelkritische Demonstranten sogleich undifferenziert dem Vorwurf des Antisemitismus ausgesetzt wurden. Auch wenn ich mir absolut nicht anmaßen will, im komplexen Nahostkonflikt eine auch nur halbwegs gerechte Beurteilung abzugeben, will ich in den folgenden Passagen doch subjektiv darlegen, wie sich in mir das Bewusstsein für das Judentum herausgebildet hat und wie sich meine Sicht darauf in meinen unterschiedlichen Lebensabschnitten entwickelt hat. Ansprechen will ich auch die ziemlich begrenzten Möglichkeiten zu Kontakten mit Juden und zu einem unverkrampften, tabufreien Gedankenaustausch mit ihnen.  


Betrieb ich früher positive Diskriminierung?

Als Nachgeborener aus dem einstigen Tätervolk tue ich mir nämlich generell mit Objektivität etwas schwer, zumal sich bei diesem Thema religiöse, ethnische und politische Aspekte kaum trennen lassen. Fest steht jedoch, dass ich bereits am Anfang meiner politischen Bewusstwerdung ganz stark das von Politik und Medien vermittelte besondere Verantwortungsgefühl gegenüber den Opfern des Holocausts und ihren Nachkommen verinnerlicht hatte. In der Schule wurde diese Haltung auch vielfach über Literatur untermauert, etwa durch Paul Celans Todesfuge. Und aus dieser Verpflichtung heraus entwickelte ich auch bald große, fast blinde Sympathien für den jungen Staat Israel, was beispielsweise im Sechs-Tage-Krieg bei mir besondere Anteilnahme und Bewunderung (David gegen Goliat) ausgelöst hat. Etwas später erwachte in mir auch ein respektvolles Interesse an der jüdischen Religion, das jedoch - das will ich gerne zugeben - nicht sehr in die Tiefe ging. Immerhin sah ich in einem Martin Buber ein bewundernswertes humanistisches Vorbild, ohne viel von seinen Schriften gelesen und verstanden zu haben. Später fand ich durchaus auch Gefallen am jüdischen Humor eines Ephraim Kishon, und in besonderer Weise berühren mich bis heute Musicals und Filme aus dem jüdischen Milieu in Amerika oder solche, die in einem osteuropäischen Schtetl spielen (Yentl, Anatevka). Ebenso höre ich mir gerne jiddische Lieder an, was allerdings auch ein wenig mit dem speziellen Interesse eines Sprachwissenschaftlers zu tun hat.  


Nur seltene Erfahrungen mit Antisemitismus

Aus innerem Antrieb bezog ich schon früher immer unmissverständlich Stellung, wenn in meinen Kreisen Witze, abfällige Bemerkungen oder alte Vorurteile über Juden vorgebracht wurden. Daran hat sich nie was geändert. Ich kann mich jedoch nur an einen krassen Fall von erlebter Judenfeindlichkeit erinnern. Bei einem einmaligen Besuch bei einem Augsburger Facharzt stellte dieser im Gespräch einen für mich unverständlichen Gegensatz her zwischen meiner doch so sinnvollen Tätigkeit als Dialektforscher und der in seinen Augen so schlimmen Tendenz zur Judaisierung der Welt. Ansonsten kann ich ehrlicherweise behaupten, dass etwa an meinen Stammtischen ähnliche Aussprüche nur ganz selten vorkamen und vorkommen. Von daher bin ich doch auch ein wenig verwundert über die momentan einhellig verbreitete Einschätzung vom wachsenden Judenhass.


Eine fast rührende Episode

Nur selten bin ich in meinem Leben wissentlich Juden begegnet, mit denen ich eingehend und unverkrampft über ihre Identität und Weltsicht diskutieren konnte. Eine solche Begegnung haftet aber noch sehr stark in meiner Erinnerung und kann bei mir immer ein Schmunzeln auslösen: Während eines Urlaubs auf der Insel Mykonos gab sich an einem bei Schwulen besonders beliebten Strand ein Franzose mir gegenüber schon bald als Jude zu erkennen. Meine überaus neugierigen Fragen zu seiner Identität als schwuler und nicht-religiöser Jude in Frankreich beantwortete er nicht nur ungewöhnlich offen und bereitwillig, sie beeindruckten ihn auch erkennbar und weckten in ihm offensichtlich ein deutlich emotionales Interesse an mir, das er jedoch sehr dezent beherrschte. Als wir aber am Abend vor unserer Abreise auf der Terrasse eines Lokals in einem größeren Kreis bei klassischer Musik den Sonnenuntergang genossen, überreichte er mir zum Abschied einen wunderschönen Blumenstrauß und stammelte dazu eine Art erwartungsloser Liebeserklärung. Diese für mich bis dahin unvorstellbare Geste hat mich in dieser Runde zwar etwas peinlich berührt, gerührt hat sie mich aber dennoch.


Versuch einer nüchternen Betrachtung

In meinen jungen Jahren konnte ich mir noch ganz und gar nicht vorstellen, dass die Nachkommen der einstigen Opfer auch ihrerseits zu bösen Taten fähig sein könnten. Und doch, irgendwann konnte auch ich die Augen nicht mehr davor verschließen, dass allein die Gründung des jüdischen Staates zahlreiche Angehörige eines dort ansässigen Volkes zu unschuldigen Opfern gemacht hatte. Dass dies wiederum in der weiteren Folge viel Unfrieden, Krieg und Terror in Nahost und weltweit hervorgebracht hat, ist wohl unbestritten, auch wenn - wie ich schrieb - ich mir in diesem vielschichtigen Konflikt keine klaren Schuldzuweisungen erlauben will. Wenn ich aber in jüngerer Zeit die fortgesetzte aggressive Siedlungstätigkeit orthodoxer Juden im Westjordanland erleben muss, die fast immer staatlich geduldet war und dann sogar, mit Rückendeckung der Trump-Regierung, legalisiert wurde, dann macht mich das wütend und traurig zugleich; denn damit werden die einzig realistischen Pläne zu einer Friedenslösung in Nahost zu einer reinen Illusion. Betroffen macht mich zudem, dass man sich bei uns allein durch kritische Äußerungen zur arroganten Annexionspolitik der israelischen Regierung bei unseren jüdischen Mitbürgern hier sehr leicht dem Verdacht aussetzt, eine antisemitische Gesinnung in sich zu tragen.

Fazit: Auch wenn ich keineswegs zu jenen Zeitgenossen zähle, denen die permanente Erwähnung des Holocausts Unbehagen bereitet und die von den anderen Kriegsverbrechen der Deutschen am liebsten nichts mehr hören wollen, muss ich doch eingestehen, dass im Bezug zum Judentum auch in mir immer noch ein Rest von Verkrampftheit lebendig ist.   

Zwischenmenschliche Beobachtungen

Pack schlägt sich ...

Wer kennt ihn nicht, diesen ziemlich bösartig klingenden und doch auch einen Kern Wahrheit enthaltenden Spruch, den man in der guten Gesellschaft gerne genüsslich zitiert, um den soziologisch tiefer angesiedelten Mitbürgern eine gewisse Wechselhaftigkeit und Oberflächlichkeit in ihrem gesellschaftlichen Beziehungsgeflecht zu unterstellen. Verbunden wird mit dieser Aussage der Ratschlag, Streitereien in diesen Kreisen nicht allzu viel Bedeutung beizumessen und sich selbst möglichst heraus zu halten, weil ja erfahrungsgemäß die größten Streithähne von heute bereits morgen schon wieder die besten Freunde sein können und umgekehrt. Ob dieses abfällig beurteilte Verhalten tatsächlich in der sogenannten Unterschicht besonders auffällig verbreitet ist, wage ich nicht zu beurteilen. Ganz sicher wird man jedoch mit der Einschränkung auf eine einzige gesellschaftliche Gruppe der Wahrheit nicht gerecht, vielmehr lehren mich meine Beobachtungen, dass vergleichbare Verhaltensweisen auch in der bürgerlichen Mitte verbreitet sind und dass sie sogar – in subtilerer Weise –  im Beziehungskosmos der Schönen und Reichen für eine ständige Labilität sorgen. 


Was kümmert mich heute mein Geschwätz von gestern?


Ich selbst mache in meinen Kreisen, etwa in der Nachbarschaft, in meinen Vereinen und an Stammtischen, auch immer wieder die Erfahrung, dass selbst innerhalb kleiner Gruppierungen Sympathien und Antipathien oft abwechselnd verteilt werden, ohne dass ich für die vollzogenen Wechsel jeweils eine nachvollziehbare Veranlassung erkennen könnte. Da spalten sich oft vormalige Freundeskreise unvorhergesehen in Fraktionen, die sich plötzlich gegenseitig nicht mehr so recht grün sind und sich lieber an getrennten Tischen versammeln. Dies bringt mich als 
ahnungslosen Blockfreien manchmal in ein Dilemma, wenn ich mich argwöhnisch beobachtet fühle, welcher Seite ich mich wohl zuwende. Außerdem müssen vorübergehend abwesende Gruppen-Mitglieder immer damit rechnen, in den Gesprächen wenig wohlwollendem Gerede ausgesetzt zu werden, selbst wenn sie kurz davor noch bei anderer Gelegenheit Lob und Respekt erfahren haben. 


Mein Feind soll nicht dein Freund sein!

Ähnliche Erfahrungen habe ich auch schon mehrfach im Kreise von Urlaubsgesellschaften oder innerhalb organisierter Reisegruppen machen müssen. Die Leute, die sich da für eine begrenzte Zeit zusammenfinden, scheinen zunächst gerne bereit zu sein, in den anderen Reisenden und Urlaubern lauter Freunde zu sehen. Das ändert sich jedoch erfahrungsgemäß schon ziemlich bald, wenn das von einzelnen Trendsettern ausgehende Getuschel Wirkung entfaltet und andere Teilnehmer zu unangenehmen Außenseitern stempelt. Vergleichbare Erfahrungen kann man auch an Urlaubsorten machen, wo sich manche Touristen schon seit Jahren kennen. Da erfährt man auch bald, wer wen nicht (mehr) leiden kann und wer seit welchem Ereignis mit wem nicht mehr redet. Wer als Neuer unbedarft in so eine Gesellschaft gerät, fühlt sich oft genötigt, sich zu einer Fraktion zu bekennen. So verderben sich viele der Angereisten die angeblich schönsten Wochen im Jahr.

Tröstliches Fazit: Der zweite Teil des zitierten Spruches, ... Pack verträgt sich, lässt sich ebenfalls nicht auf jene Schicht beschränken, auf die er gemünzt ist. Denn auch in meinem gesellschaftlichen Umfeld kann ich immer wieder erleben, wie sich ganz unerwartet lange gepflegte Aversionen plötzlich abbauen und alte Freundschaften wieder neu aufblühen.  

Dienstag, 24. Oktober 2023

Corona und wir

 

 Eine Pandemie

Und was sind die Lehren daraus?


Ziemlich unerwartet und unvorbereitet 
hat uns 2020 ein gewaltiges, ein weltweites Beben erfasst, das so manch andere Probleme im Alltagsleben und im Bereich der Politik in den Hintergrund gedrängt und relativiert hat. Ein Virus, dessen Bedrohungspotential wir bis dahin nicht wirk­lich wahrhaben wollten, hat fast schlagartig unser gewohntes Leben drastisch herunter gefahren und hat uns in eine tiefe Krisen- und Umbruchsituation gestürzt. Und selbst nach dem Abflachen der dritten Welle und den erkennbaren Impf-Erfolgen können die klügsten Experten immer noch nicht verlässlich ab­schätzen, wie tief greifend und wie nachhaltig diese Pandemie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhält­nisse bei uns und weltweit umgestaltet. 
Wird sich wohl die Annahme einiger besonnener Zeitgenossen bewahrhei­ten, wonach un­sere Welt nach überstandener Pandemie nie mehr die alte sein wird? 

Erwächst wirklich aus jeder Krise etwas Positives?

Es gehört fast zu meinen Grundüberzeugungen, dass aus jeder noch so schlimmen Krisensituation auch etwas Positives erwachsen kann. Im Falle von "Corona" sah und sehe ich einen ganz wichtigen Effekt darin, dass wir Erdenbürger wieder einmal erken­nen und akzeptieren müssten, wie begrenzt und hilflos wir letzt­lich sind und wie trügerisch und anmaßend doch unsere An­nahme ist, alles beherrschen zu können. Besonders eindrücklich zeigte sich dies für mich darin, dass sogar gigantische atombetrie­bene Flugzeugträger, mit denen die Supermächte ge­wöhnlich in Krisenregionen ihre Stärke demonstrieren und (ver­meintliche) Schurkenstaaten einschüchtern, vorübergehend von diesem unscheinbaren Virus außer Gefecht gesetzt wurden. Mehr Re­spekt und Demut gegenüber der Natur – andere mögen dafür Gott einsetzen – stünde uns also sehr wohl an. Mir ist aber auch klar, dass der ökonomische Einbruch und das in der Folge auf allen Ebenen betriebene Gegensteuern auf Pump langfristig eine Reduzierung in unserem bisherigen Anspruchsdenken und Konsumverhal­ten erzwingen wird, was in meinen Augen jedoch nicht unbedingt eine echte Minderung unse­rer Lebensqualität bedeuten muss. Denn ich sähe es tatsächlich als Gewinn an, wenn etwa keine weiteren protzi­gen Bettenburgen in hochalpine Landschaften oder an traum­hafte Küstenabschnitte gestellt würden, wenn sich Landespoliti­ker nicht mehr länger wie Marionetten von Tourismus-Managern gängeln ließen, wenn Skifahren wieder primär als sportliche Betä­tigung betrieben würde, wenn im Profi-Fußball die bisheri­gen horrenden Summen für Spieler und Transfers nicht mehr flie­ßen könnten, wenn kurze Flug-Trips zum Luxus-Shopping, zu Baller­mann-Stränden oder zum Wies’n-Besäufnis einfach nicht mehr angeboten würden. Die Wunschliste nach Rückkehr zu mehr Vernunft und Bescheidenheit wäre sicher noch beliebig erweiter­bar. 


Oder geht doch alles weiter wie gehabt?

Meine wohl ziemlich naive Erwartung, auch die Automobilin­dustrie würde nach dem tiefen Einbruch endlich ihre bisherige Strategie nach immer größer, schneller, öfter ändern und stattdes­sen die Produktion und das Marketing den beschei­deneren Bedürfnissen der künftigen Kunden anpassen, ist schon bald nach Krisenbeginn enttäuscht worden, als Lobbyisten zusammen mit einigen von lokalen Interessen gesteuerten Politikern eine nach meinem Dafürhalten völlig sinnlose und sogar unmoralische Abwrack-Prämie erzwingen wollten. Ebenso verdächtig erschien mir, wie in den vom Tourismus abhängigen südlichen Nachbarländern gleich nach der ersten Welle großzügige Lockerungen der Einschränkungen zeitlich exakt mit dem Beginn der Sommersaison zusammen fielen. Wenig ermutigend wirkte auf mich auch das egoistische Gezeter, als im Juli 2020 die EU-Regierungschefs unvorstellbar riesige Summen an gepumpten Geldern zu verteilen hatten. Als dann zum Herbstbeginn 2020 nahezu überall in Europa die Infektionszahlen wieder stetig in die Höhe schnellten, taten sich die verantwortlichen Politiker enorm schwer, die Lockerungen, die sie wenige Monate davor wie Geschenke verteilt hatten, wieder zurück zu nehmen, obwohl Appelle an Eigenverantwortung und Disziplin ganz offensichtlich wirkungslos waren. Somit erfolgte schließlich das zweite Herunterfahren des gesellschaftlichen Lebens fast wie eine vorhersehbare Konsequenz.


Doch ein wenig aus der Krise gelernt?

Vermutlich wird aber kein Weg mehr daran vorbei führen, den bisherigen Trend zur ökonomischen Globalisierung, der uns bei den Medikamenten bereits in eine bedenkliche Abhängigkeit von Asien gebracht hat, als Irrweg zu erkennen und die Ökonomie von morgen wieder stärker auf Europa und auf Regionalität auszurichten. Damit ließen sich ja auch die irrsinnigen Warentransporte rund um den ganzen Globus reduzieren, was zudem unsere geschundene Umwelt entlasten würde. Und schließlich bleibt zu hoffen, dass die beim Beginn der großen Krise von allen Seiten so eindringlich beschworenen humanen Werte wie Solidarität und gegenseitige Rücksichtnahme wieder nachhaltig an Bedeutung gewinnen, im privaten Leben ebenso wie in der Politik, ganz besonders auch im Umgang der Staaten und Völker miteinander.

Europa

 Europa zwischen Anspruch und Wirklichkeit


Eine großartige Idee ... 

In meiner Jugend hatte ich mich regelrecht begeistern lassen von der Idee von einem politisch vereinten Europa, in dem aber alle Regionen ihre kulturelle Eigenarten behalten sollten und alle Bürger nach ihren Gebräuchen leben könnten. Ganz besonders lag mir damals der Erhalt der sprachlichen Vielfalt am Herzen. Ideologisch motivierte gegensätzliche Ideen, etwa Staatenbund gegen Bundesstaat, konnte ich nicht richtig nachvollziehen, aber hinter De Gaulles' Schlagwort vom Europa der Vaterländer vermutete ich damals schon einen unheilvollen Bremsversuch. Diese Europa-Begeisterung hielt bei mir lange an, und sie ist auch heute noch längst nicht tot. Dabei sieht es um Europas Zukunft wahrlich nicht gut aus. 


 ... könnte am National-Egoismus scheitern

So bin ich denn auch zunehmend verunsichert und enttäuscht von vielen  Entwicklungen in und um Europa. Seit einigen Jahren muss ich erleben, wie die großartige Idee immer mehr verblasst, wie sie von vielen Seiten lächerlich gemacht wird und sogar handfest bekämpft wird. Weltweit hat sich ja der nationale Egoismus, der Mein-Land-zuerst-Geist, zu einer salonfähigen Staatsraison entwickelt, er breitet sich aber auch in unserem Europa bedrohlich aus. 



Als besonders niederschmetternd empfinde ich, wie dieser Ungeist, gepaart mit paranoider Angst vor Überfremdung, in ganz Ostmitteleuropa um sich greift, wo selbst die Kirchen teilweise noch die Argumente zur Rechtfertigung liefern, so wie in Polen (Radio Marija) und Kroatien. Auch das traditionell laizistische Tschechien wurde von diesem Ungeist voll infiziert. Obwohl dieses Land keinerlei Überflutung durch Asylsuchende zu befürchten hat, konnte man dort mit der Angstmacherei vor Souveränitätsverlust und Überfremdung fulminante Wahlerfolge einfahren. Die in Osteuropa vor drei Jahrzehnten errungenen politischen Freiheiten scheinen dem heutigen Wahlvolk nicht mehr viel zu bedeuten. Zugunsten einer als christlich und abendländisch propagierten Abschottungspolitik nehmen sie bedenkenlos in Kauf, dass Regime, die sich selbst als illiberal deklarieren, demokratische Grundregeln und rechtsstaatliche Errungenschaften wie Pressefreiheit und unabhängige Justiz Schritt für Schritt abbauen. In Polen führte der blinde Nationalismus ja bereits dazu, dass allein die Erwähnung einer Beteiligung polnischer Bürger am Holocaust ein Straftatbestand wurde, was dem Versuch einer nationalen Reinwaschung per Gesetz gleichkommt. Mit dem Beitritt zur europäischen Gemeinschaft hatte die Mehrheit in Ostmitteleuropa wohl nie eine echte Teilnahme an einer freiheitlichen und demokratischen Wertegemeinschaft verbunden, vielmehr sah und sieht man dort in dieser EU kaum mehr als eine geduldige Melkkuh. Mit einer erschreckenden Kaltschnäuzigkeit und Scheinheiligkeit verweigern diese Länder in der Flüchtlingsfrage jegliche Solidarität mit Italien und Griechenland. Und für alle selbstverschuldeten Probleme macht man bedenkenlos Brüssel als Sündenbock verantwortlich. 

Aber selbst in Westeuropa ist von der früheren Begeisterung für die europäische Idee leider nicht mehr viel zu spüren. Dass in Großbritannien die europafreundliche Mehrheit aus Trägheit den Sieg der Austritts-Befürworter ermöglicht hat, könnte man noch als verkraftbaren geschichtlichen Unfall betrachten. Es verdanken aber auch alle anderen populistischen Bewegungen ihren momentanen Erfolg, ihren schier unaufhaltsamen Aufstieg, ganz wesentlich ihrer antieuropäischen Propaganda. Besonders unverständlich fand ich, dass man den rechthaberischen magyarischen Volkstribun, der permanent mit knallharten Lügen und zweifelhaften Fakten gegen die EU hetzt, so lange regelmäßig in einer mächtigen Münchner Parteizentrale hofiert hat. Und dann hatten auch noch die italienischen Wähler die Macht vorübergehend einer kuriosen Koalition von Populisten überlassen, die nicht nur jegliche ökonomische Vernunft missachteten, sondern auch ganz bewusst die Eintracht im alten Kern Europas zu zerstören versuchten. Lange Zeit schien es so, als wäre die Wertschätzung der Italiener für ihren neuen Comandante in dem Maße gewachsen, je kaltschnäuziger und brutaler er die überlieferten humanistischen Werte missachtete. 


Droht ein Rückfall in die Vergangenheit? 

Solange sich in Europa all die national-konservativen und national-religiösen Anführer(innen) noch in der Abwehr der (vermeintlich) drohenden Überfremdung und Islamisierung vereint fühlen, mag alles noch einigermaßen glatt gehen. Sollte dieses gemeinsame Feindbild aber irgendwann an Wirkung verlieren, werden sich die geweckten nationalen Egoismen wohl unweigerlich gegeneinander wenden. Und dann dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich alte innereuropäische Konflikte wieder hoch schaukeln, bis so manch ein Staat wieder Ansprüche an seine Nachbarn erheben wird und alte Rechnungen zu begleichen sucht. So verunsichert die latente Träumerei von einem Groß-Ungarn bereits jetzt manche Nachbarn. Und wenn die EU immer mehr geschwächt wird und zunehmend an Attraktivität für mögliche Beitrittskandidaten im Südosten des Kontinents verliert, wird auch das Pulverfass Balkan sicher wieder explodieren. Ethnische und religiöse Konfliktpotentiale gibt es in dieser Region ja genügend, und der dort in jüngerer Zeit geschürte Hass wirkt sicher noch lange nach. Selbst geringfügige Interessenskonflikte werden dann nicht mehr im europäischen Geist gelöst, so wie jetzt schon Sloweniens vitales Bedürfnis nach einem freien Zugang zur offenen Adria von den kroatischen Nationalisten kategorisch verwehrt wird, allen von der EU vermittelten Schiedssprüchen zum Trotz. Als im Januar 2019 eine moderate Vertiefung der deutsch-französischen Zusammenarbeit besiegelt wurde, malte die Führerin des Rassemblement national sogleich das Schreckgespenst an die Wand, Deutschland wolle sich mit diesem Vertrag wieder das Elsass einverleiben. Aus unserer national gesinnten Bundestagsfraktion streute man hingegen in diesem Zusammenhang die Befürchtung, wir armen Deutschen müssten künftig für alle Finanzdefizite Frankreichs aufkommen. Man stelle sich auch vor, dass etwa die national-katholische Führung Polens uns Deutschen tatsächlich die bereits angedrohte Reparationsforderung präsentieren sollte und dass als Reaktion darauf unsere Deutschnationalen wieder Zweifel an der Endgültigkeit der Oder-Neiße-Grenze äußern würden, wie schnell dann der Gleichschritt bei den europäischen Rechtspopulisten beendet wäre.

Fazit: Meine hohe Erwartung an eine gute Zukunft für mein Europa, das mir mein ganzes politisches Leben lang so sehr am Herzen lag, ist am Beginn meines achten Lebensjahrzehnts zweifellos an einem Tiefpunkt angelangt. Und die Abstände von einem Tiefschlag zum nächsten drohen immer kürzer zu werden. In diese Serie von Enttäuschungen haben sich auch die negativen Erlebnisse und Eindrücke von einem Aufenthalt in Ungarn im März 2018 gefügt, wo die Regierungspartei gerade Wahlkampf im nationalegoistischen Stil führte. Nekünk Magyarország az első lautete die überall präsente Entsprechung zu Donald Trumps Slogan America first.  Nach diesen Erfahrungen ist meine über Jahrzehnte ungewöhnlich intensiv gepflegte Liebesbeziehung zur Stadt Budapest und zum Land der Magyaren weitgehend erkaltet. Die zuvor immer griffbereit neben meinem Bett gelegenen ungarischen Sprachbücher und Landkarten habe ich schon längst weggeräumt; ebenso habe ich das mühsame Unterfangen aufgegeben, anhand von A Kis Herceg in die naiv-erbauliche Welt des Kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry einzutauchen.   

Homo homini lupus

 Alle Menschen werden Brüder ...

Gegensätzlicher könnten die Aussagen nicht sein: Auf der einen Seite die schon seit der Antike von Philosophen aufgestellte Behauptung, dass der Mensch dem anderen Menschen ein Wolf sei, und ganz konträr dazu die humanistisch-idealistische Träumerei von der Verbrüderung aller Menschen. Die alltäglich wahrnehmbare Realität in Europa und der Welt sieht bei nüchterner Betrachtung ebenfalls sehr zwiespältig aus. 


Eine ungewöhnlich lange Friedensperiode ...

... durften wir in Mitteleuropa seit 1945 erleben, zumindest vordergründig, was ja auch schon ein großer Erfolg ist, wenn wir es mit den Epochen davor vergleichen. Wir können uns - wenn wir mal von den Corona-Beschränkungen absehen - nahezu ungehindert in fast ganz Europa frei bewegen und uns dabei weitgehend darauf verlassen, ohne Schikanen von der Polizei und den anderen Autoritäten in den Nachbarländern wie Einheimische behandelt zu werden. Auch wenn die einstige Euphorie für ein vereintes Europa längst verflogen ist und in vielen Ländern die national-egoistischen Interessen wieder stärkeren Zuspruch erfahren, nehmen wir doch die gebotenen Freiheiten und Vorteile wie selbstverständlich hin. Für ebenso selbstverständlich sehen wir es an, dass etwa zur Urlaubszeit in ganz Europa auf Autobahnen und Straßen sowie in Camping-Stellplätzen sich Fahrzeug mit ganz unterschiedlichen Länder-Kennzeichen tummeln. Und an den großen Stränden nimmt man problemlos das Gewirr von vielen unterschiedlichen Sprachen hin und bedient sich gerne ungewöhnlicher Möglichkeiten zur  Verständigung, auch um Sympathie und Respekt zu bekunden. Die Zahl der Ewig-Gestrigen, die immer noch meinen, nur die Angehörigen der eigenen Nationalität verhielten sich im Straßenverkehr korrekt und würden sich in Hotels, Restaurants und am Strand anständig verhalten, nimmt Gott-sei-Dank mehr und mehr ab. 


Jugoslawien als Warnsignal

Das Beispiel des zerfallenen Jugoslawien könnte jedoch auch als Warnsignal gedeutet werden. Ich erinnere mich gut, dass ich früher Menschen aus dem damals noch funktionierenden Vielvölkerstaat gerne nach ihrer ethnischen Zugehörigkeit befragte, ob sie etwa Slowenen, Serben oder Kroaten seien, was meist eine widerwillige Reaktion ausgelöst hat und nur ungern beantwortet wurde. Man sei einfach Jugoslawe, ließ man mich oft wissen. Ebenso klar war, dass man von den Karawanken bis zur griechischen Grenze etwa einen Sieg der jugoslawischen Fußball-Nationalmannschaft genauso uneingeschränkt bejubelte, wie es im übrigen Europa üblich war. Und als starke Personen-Klammer in diesem Staat fungierte noch weit über seinen Tod hinaus der legendäre Kommunisten-Führer Jozip Broz Tito

Doch die Entwicklung ging, wie wir wissen, in eine ganz andere Richtung: Die Teilrepubliken strebten nach Loslösung von Belgrad und von dem so dominierenden Serbien, was schließlich zu den ungewöhnlich brutal ausgetragenen Unabhängigkeits-Kriegen führte. Die ethnisch-sprachlichen Gegensätze verstärkten sich noch, als sich die religiösen Bindungen verstärkten und immer bestimmender wurden. Dazu kam, dass viele Religionsführer auf allen Seiten, anstatt zum Frieden zu ermahnen, Hass schürten und zum Kampf aufriefen. Dabei zerbrachen auch zuvor friedlich zusammen lebende Dorfgemeinschaften und ließen sich von den Scharfmachern ihrer jeweiligen Gruppe zum Kampf auf engstem Raum aufstacheln. 

Das ernüchternde Ergebnis ist bekannt: Neben den zu EU-Mitgliedern aufgestiegenen Nachfolgestaaten Slowenien und Kroatien, die inzwischen bilateral schon wieder heftig über Seerechte und anderes gestritten haben, kann sich das verbliebene Serbien nicht so recht entscheiden, ob es seine Zukunft in Europa oder an der Seite Russlands suchen soll. Außerdem existiert seit dem Dayton-Abkommen von 1995 mehr schlecht als recht ein ethnischer und religiöser Flickenteppich als kompliziert organisierter Staatsverband Bosnien und Herzegowina. Und der nur teilweise als unabhängig anerkannte Kosovo sucht irgendwie als muslimisch-albanisch geprägter Staat eine Zukunft und zeigt noch keine große Bereitschaft, den verbliebenen Serben ihre Minderheiten-Rechte zuzugestehen.    

Fazit: Der Frieden und das freie Leben, das wir in Mitteleuropa zur Zeit (noch) genießen können, ist keineswegs so selbstverständlich und so gesichert, wie wir gerne glauben wollen.   

    

 



Moral und Realpolitik

 

 Wenn die ethische Orientierung schwindet 


Wir gehen meistens davon aus, dass für alle wichtigen Entscheidungen, die wir zu treffen haben, wir uns an klaren ethisch-moralischen Wertvorstellungen orientieren können, die uns wie ein Kompass vorgeben, was gut und richtig sei. Dennoch steht es uns auch frei, die moralischen Vorgaben zu verdrängen oder gar bewusst zu missachten. Mir scheint aber, dass uns in einer zunehmend komplexer werdenden Welt der moralische Kompass immer öfter im Stich lässt, dass unsere Entscheidungen oft nicht mehr so eindeutig als richtig oder falsch zu bestimmen sind. Diese Ambivalenz zeigt sich etwa im alltäglichen Konsumverhalten. Wir müssten uns nämlich immer wieder fragen, ob es beispielsweise richtig sei, Kleider und Schuhe zu kaufen, die von Kindern in Bangladesch unter schlimmen Bedingungen hergestellt wurden, oder Gemüse zu verzehren, das in Andalusien von illegal gehaltenen afrikanischen Wanderarbeitern angebaut und geerntet wurde. Dabei stellt sich sofort die Gegenfrage, was denn gewonnen wäre, wenn diesen und den vielen anderen ausgebeuteten Menschen in der Dritten Welt auch noch ihre miese Erwerbsgrundlage entzogen würde. Noch weit schwerer aber wiegen die großen Entscheidungen in der heutigen Gesellschaft, wenn sich ethisch-moralische Einstellungen kaum mehr mit den realpolitischen Gegebenheiten in Einklang bringen lassen. Genau diese Widersprüche haben mich früher schon oft in ein Dilemma versetzt. 


Moral gegen positives Recht

Konnte ich in den vergangenen Jahrzehnten etwa bei Wahlen immer noch mit relativ gutem Gewissen mein Kreuzchen vergeben, so sehe ich mich nun an einem Punkt, wo ich mich als Wähler am liebsten verweigern würde, spräche da nicht mein demokratisches Grundverständnis dagegen. So werde ich nun wieder an meine frühen Jahre als politisch denkendes Wesen erinnert, als ich mich oft auf schwierigen Gratwanderungen bewegte, etwa zwischen meinen individuellen pazifistischen Idealvorstellungen einerseits und der nur halbherzigen Zustimmung zur militärischen Verteidigungsbereitschaft des Staates andererseits. Fast noch schwerer tat ich mir damals bei der Auseinandersetzung um den § 218, als für mich persönlich zwar der strikte Schutz ungeborenen Lebens außer Frage stand und ich auch oberflächliche Argumente wie mein Bauch gehört mir absolut nicht gelten lassen wollte. Dennoch musste ich schließlich hinnehmen, dass unsere pluralistische Gesellschaft nach klar definierten Grenzen für eine strafrechtliche Verfolgung von Abtreibung verlangte. Damals wurde mir erstmals die Diskrepanz bewusst, die sich zwischen dem rein juristischen positiven Recht und einer moralischen Rechtsauffassung auftun kann. 


Flüchtlinge - Rettung oder Abschottung?


In der jüngeren Zeit war es vor allem die große Flüchtlingskrise von 2015, die mich und einen Großteil unserer Gesellschaft in ein arges Dilemma versetzt hat. Als so manch besorgter Mitbürger bereits eine neue Völkerwanderung und den Untergang des Abendlandes befürchtete, sah auch ich mich gedrängt zu einer schwierigen Positionierung zwischen meiner humanitären Grundeinstellung auf der einen Seite und der bitteren Einsicht in die harten, nach Begrenzung und Abschottung rufenden Realitäten auf der anderen. In dieser Frage war ich keineswegs ein begeisterter Anhänger der anfänglichen 
Willkommenskultur, noch weniger aber folgte ich der breiten Mehrheit um mich herum beim nachfolgenden Meinungsumschwung. Dennoch sah ich mich danach so manches Mal der Versuchung ausgesetzt, jener logisch klingenden Argumentationskette Glauben zu schenken, wonach das bewusste Ertrinken-lassen von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer moralisch nicht verwerflicher sei als deren Rettung. Auf dem schmalen Grat zwischen beiden Haltungen hielt ich mich, trotz schwerwiegender Bedenken, durchgehend auf der humanitären Seite, ohne mir dies als moralisches Verdienst zugute halten zu wollen. Damit sah ich mich in den Jahren nach der großen Flüchtlingswelle aber auch zunehmend veranlasst, eine Kanzlerin, der ich noch nie meine Wählerstimme gegeben hatte, für ihre mutige und folgenschwere Entscheidung zu verteidigen. Dies galt sowohl gegenüber ernsthaft besorgten Mitbürgern, mehr aber noch gegen abfälliges Stammtisch-Geschwätz und ganz besonders gegen Hass-Tiraden aus dem Netz, welche von vielen einfach denkenden Menschen bedenkenlos nachgeplappert und weiter verbreitet wurden. Innerlich widersetzt habe ich mich später auch gegen die subtilere Stimmungsmache aus dem Lager der von der Kanzlerin abgerückten Verteidiger der Werte (welche Anmaßung!). Sie hatten ja rechtzeitig im südöstlichen Nachbarland in einem anfangs noch bubenhaft wirkenden politischen Senkrechtstarter eine Leitfigur gefunden, die mit dem simplen und eingängigen Argument, nicht durch humanitäres Handeln Anreize schaffen und falsche Signale aussenden zu wollen, die moralische Rechtfertigung für eine Politik der Abschottung und Solidaritätsverweigerung geliefert hat. Mit dieser rein realpolitischen Denk- und Sprechweise hat dieser politische Messias in Kürze viel Zustimmung aus einem breiten Spektrum erfahren (nicht nur in Österreich) und hat wie im Sturm das Wiener Kanzleramt erobert. Der innenpolitische Erfolg scheint auch einigen christlich-humanitär geprägten ÖVP-Größen aus der alten Garde ihr anfänglich ungutes Gewissen beruhigt zu haben. Selbst der neue grüne Koalitionspartner musste schließlich – vermutlich zähneknirschend – die primär auf Abschreckung setzende Haltung in der Flüchtlingspolitik akzeptieren. Haarsträubende Berichte über aus Seenot gerettete Flüchtlinge, die nirgends anlegen dürfen, oder über unbegleitete Kinder, die in heillos überfüllten Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln vegetieren, deutet man zwar auch in Österreich bisweilen als Schande für Europa, was jedoch nichts an der nun gültigen Staatsdoktrin ändert: helfen mögen andere, TU FELIX AUSTRIA bleib’ hart!